Berlin: Kurzer Besuch und

Waren ein paar Tage in Berlin. Arbeit und so. Hat Spaß gemacht. Eine Stadt die mir gefallen könnte. Allerdings etwas teuer. Für mich bisher noch nicht ganz nachvollziehbar. Siehe Cola, die schreibt sich dort überwiegend mit „K“ und hat auch nichts mit „Coca“ zu tun. Und trotz des unrealistisch astronomischen Preises, bekommt man in keinem Lokal die günstige amerikanische Variante. Sehr merkwürdig. Ein Handelsembargo gibt es jedenfalls nicht, das habe ich bereits überprüft. Ebenso unverständlich für mich, weshalb total angesagte Restaurants mit mittelmäßigen Essen, mit dafür mehr als überragenden Preisen, so angesagt sind. Bei einer Pizza noch irgendwie nachvollziehbar, Berlin ist ja von Italien doch etwas weiter entfernt als Bayern. Man sieht, bereits der Kurztrip hat einige Fragen zu Sachverhalten aufgeworfen, die für mich völlig unlogisch sind. Dann gibt es eine Bar, deren Türe verschlossen ist, die Fenster verhängt. Man denkt sich „okay, geschlossen“, will weiter gehen und plötzlich öffnet ein adrett gekleideter junger Kellner – ordentlich gescheitelt mit viel Haargel – die Pforten und gewährt Einlass. Schließt jedoch hinter uns gleich wieder ab. Da fragt man sich doch warum und ja wollen die keinen Umsatz machen, denn ist eh tote Hose hier. Wäre mehr los gewesen, wäre mir das bestimmt exklusiv vorgekommen, aber so….. Musste unweigerlich an die Traumnovelle denken, aber glaube darin kam Sex vor und Berlin war – wie alles andere derzeit in meinem Leben – doch eher sexlos. Hätte auch gut zu „From Dusk till Dawn“ gepasst, aber leider wurden wir auch nicht von sexy halbnackten Vampir-Ladies angegriffen. Dafür spazierte eine psychedelische Katze durch die Bar. Äußerst merkwürdig. Vermutlich sollte die Katze einen Zweck erfüllen, aber außer rumliegen und sich obszön zu lecken tat sie eigentlich nicht sonderlich viel. Glaube dass man den Sinn der Katze nur im Rausch erkennt. Unter übermäßigen Alkoholeinfluss erkennt man ja häufig so einiges und je eingeschränkter die Wahrnehmung, desto tiefer die Erkenntnis.

Meine derzeitige Erkenntnis nach den letzten Tagen, Berlin könnte interessant werden. Es gibt für mich aktuell zwei Szenarien: 1) Berlin gefällt mir so gut, dass ich nie wieder weg will 2) Berlin ist so doof, dass ich kein Jahr dort verbringen will. Beurteilen kann ich das noch nicht, aber eine Bekannte meinte, ich sei so der Typ „offener Mensch“ und es würde mir dort bestimmt gefallen. Das hätte mich sicherlich beruhigt, wenn das ganze nicht im Kontext ihrer Beschreibung von Berlin gefallen wäre – und diese Beschreibung erinnerte mich irgendwie an Sodom und Gomorra. Wusste nicht so genau ob das nun gut oder schlecht ist, aber fand es beunruhigend dass sie mich dort gut aufgehoben sieht. Ich muss echt dringend herausfinden welchen Eindruck ich so nach außen vermittle.

8 Kommentare zu „Berlin: Kurzer Besuch und“

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