Ein Jahr im Schnelldurchlauf

Ich versuche mich kurz zu fassen, was mir scheinbar nicht immer gelingt. Meine Freundin meint ich würde mich viel zu häufig in Monologen verlieren. Was nicht stimmt. Nur führt das Eine meist zum Anderen, aber ich würde das nicht Monolog nennen. Bei mir darf sich jeder an der Unterhaltung beteiligen, man muss halt schnell sein.

Ich bin also glücklich in einer neuen Beziehung angekommen. Vor kurzem folgte nach einem Jahr auch der Umzug in eine gemeinsame Wohnung. Trotzdem, vielleicht auch deswegen, war es ein unglaublich anstrengendes Jahr. Für uns beide. Ich glaube sie leidet mehr unter dem Thema Scheidung als ich. Falsch, ich weiß dass sie mehr darunter leidet. Beziehungsweise litt. Die Scheidung ist zum Glück bereits rechtskräftig.

Schade nur dass meine Ex-Frau es nicht schafft einen Schlussstrich zu ziehen. Eigentlich war die Trennung einvernehmlich, alles lief harmonisch, aber von dem Moment an, an dem meine Ex-Frau erfuhr dass ihr vom Hausverkauf kein Geld zusteht…. Drama… nur noch über Anwalt.

Um ehrlich zu sein, das hat mich etwas überrascht und auch ein klein wenig überfahren. Wir hatten das Thema bereits durch. Sie wusste das ihr nichts zusteht, ich ihr aber entgegenkomme, damit sie einen sauberen Neustart hat. Und dann ging es los. Vorwürfe, noch mehr Vorwürfe, ich hätte sie während unserer Ehe psychisch misshandelt, noch mehr Vorwürfe. Es war, und ist leider immer noch, eine Mischung aus Vorwürfen um Schuldgefühle auszulösen und Vorwürfen mit denen sie versucht mich einzuschüchtern und mich zu erpressen.

Sie ist verletzt, wütend und voller Hass. Nur habe ich nicht geringste Ahnung warum. Aber ich habe einen Verdacht (eigentlich zwei, aber ich glaube Verdacht gibt es nur im Singular).

  1. Zurückweisung – damit kommt sie nicht so gut klar. Und dass ich nun Zugunsten meiner Freundin den Kontakt etwas eingeschränkt habe, das hat sie zutiefst verletzt. Aber es war nicht wegen meiner Freundin, es war wegen ihr. Ihr Leben besteht nur aus Drama und negativer Energie. Das wurde mir zu viel.
  2. Geld – klar geht es ums Geld. Sie will eine neue Wohnung, ein neues Auto und sich O-Ton „auch noch etwas leisten können“.

Ich persönlich finde es schade wie sich das Verhältnis zu meiner Ex-Frau entwickelt hat. Natürlich hätte ich gerne den Kontakt beibehalten, schließlich war sie über Jahre ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Und natürlich hätte ich mich auch gefreut, gelegentlich zu erfahren wie es den Hunden geht. Aber die letzten Monate haben wir gezeigt, dass das nicht funktioniert. Vor allem aber haben sie mir gezeigt, dass ich, im Gegensatz zu meiner Ex-Frau, vorangekommen bin. Ich bin dankbar für die Zeit, für das was  wir erlebt haben und was ich mitgenommen haben. Meine Ex-Frau hingegen verliert sich in Schuldzuweisungen und entzieht sich jeglicher Verantwortung. Das funktioniert nicht… hoffe ich jedenfalls.

 

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