Archiv der Kategorie: Sonstiges

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Sie

Sie – wer ist sie? Sie ist ein kleines bisschen älter als ich, ein kleines bisschen größer als ich, ein kleines bisschen attraktiver als ich, beruflich ein kleines bisschen erfolgreicher als ich, verdient vermutlich ein kleines bisschen mehr als ich und ist auch ein kleines bisschen „erwachsener“ als ich. Ja, sie schüchtert mich gewaltig ein – deshalb hat auch sie mich nach der Nummer gefragt, denn ich hätte mich das nicht getraut. Seitdem stehe ich vor dem Rätsel, ich, warum ich? Und nach ein paar Treffen kennt sie sogar meine Ausgangssituation. Noch rätselhafter, denn nun frage ich mich, warum immer noch ich?
Unsere ersten Treffen nenne ich absichtlich „nur“ Treffen, denn es hätten auch Dates sein können. Wir stellten uns allerdings wie zwei unerfahrene Jugendliche an und wirkten auch dementsprechend unbeholfen. Ich hab dann auch irgendwann mal aufgehört mitzuzählen wie oft sie mich hätte ganz gewaltig auflaufen lassen können. Es war also entspannt und unkompliziert mit ihr – und das ist wirklich nur ihr zu verdanken. Dummerweise war es so entspannt und unkompliziert, dass wir am Ende beide nicht mehr wussten, war das nun alles nur freundschaftlich oder besteht mehr Interesse. Nun haben wir aber bald ein richtiges Date und nennen das auch so!

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Ein unverbindliches Treffen

Einfach mal unverbindlich treffen. In meinem letzten Beitrag hatte ich ja diesbezüglich ernsthafte Bedenken. Kann sich ein durchtrainierter, athletischer, gut aussehender, sympathischer, zuvorkommender, intelligenter, wortgewandter, humorvoller, charmanter und vor allem bescheidener Mann Anfang 30 – der wesentlich jünger (und erwähnte ich attraktiv?) aussieht – wirklich so ganz unverbindlich mit einer College-Studentin Anfang 20 treffen. Ich befürchtete nein, das könnte in die Hose gehen. Andererseits bin ich sehr gut im unverbindlich sein. Bei Dates zum Beispiel. Scheinbar wirke ich dabei aber gleichzeitig auch so unbeholfen, dass Frauen sich dann beim 5., 6., 7. oder 8. Date ihrerseits nicht mehr anders zu helfen wissen, als sich irgendwann einfach auf mich zu stürzen. Der typische Anfang einer Beziehung eben.

 

Nun schnallt eure Dictionarys an, aber ich habe meine Zweifel überwunden und mich tatsächlich auf ein Treffen eingelassen. Wie lief’s also? Super. Sie hat mich auf 24 Jahre geschätzt! Besser hätte das doch gar nicht laufen können. Wobei noch jünger muss jetzt dann auch nicht mehr sein. Kurz, wir haben uns gut unterhalten und sind gegen Mitternacht vollkommen unverbindlich wieder heim. Wieso war ich also so besorgt wegen des Treffens, keine Ahnung, irgendwie dachte ich dass der Abend anders enden würde. Diese Frage stellte ich mir also am nächsten Morgen, während ich mir – für mich ganz allein – die doppelte Menge Kaffee zubereitete und, wie ich es auch immer mache, auf zweite Tassen verteilte – einmal mit Milch und einmal ohne Milch, ich kann mich halt nicht entscheiden – und dann über meine am Boden verstreuten Klamotten – ich werfe sie immer kreuz und quer durchs Zimmer bevor ich ins Bett gehe – auf den Balkon ging um alleine meine zwei Tassen Kaffee zu genießen.

Einfach mal alles verkomplizieren

Boah bin ich gestresst. Ich sollte Wochenende einfach Zuhause bleiben oder bestenfalls einem Bingo-Abend im Seniorenheim beiwohnen. Wieso gehe ich auch in einen Club. Mensch hier. Ich bin doch eher so der ruhige, höfliche und zuvorkommende Typ. Aber nein, da muss ich ja abends in die Stadt gehen und von introvertiert auf extrovertiert wechseln – was wohlgemerkt ziemlich anstrengend ist. Und das habe ich nun davon. Eine ca. 20-jährige attraktive, lustige und verrückte Studentin aus den USA, die für ein paar Wochen in Deutschland ist, will sich mit mir treffen. Bei mir um die Ecke. Und das war nicht meine Idee.

Ja. Was soll ich sagen. Das Wort „Cool“ wäre womöglich angebracht. Wie lief es wirklich ab. Mein Smartphone vibriert. Sehe kurz einen Auszug der Nachricht, dieser beginnt mit einem Smiley. Aus Angst davor zu lesen was in der restlichen Nachricht steht wollte ich mein Handy dann die Toilette hinunterspülen. Erschien mir jedoch etwas übertrieben und habe erstmal abgewartet. Irgendwann habe ich es dann doch gewagt, bin im Anschluss dann erstmal zur Salzsäure erstarrt, um dann den restlichen Abend – einschließlich bis jetzt – in einer tiefe Ratlosigkeit zu versinken.

Soll ich.. kann ich.. und was wenn… Nicht „hoffentlich läuft da was“, sondern „ohje, was wenn da was läuft“ beschäftigt mich. Vermutlich sollt eich einfach weniger denken sondern mehr handeln. Aber das fällt mir einfach immer noch sehr, sehr schwer. Das wäre dann von meiner Seite das endgültige Aus für unsere Ehe und vielleicht auch mehr – Freundschaft, harmonisches Auskommen. Ist die Ehe aus, ja ich denke schon. Trotzdem gibt es Phasen in denen ich unsere gemeinsame Zeit vermisse, Zeiten in denen wir als Team, als ein Wir, agiert haben. Wieso mich das so quält, ich habe keine Ahnung. Für mich hat das noch immer einen Hauch von Betrug oder Fremdgehen. Es liegt wohl am loslassen. Zu wissen, das der nächste Schritt eine Einbahnstraße ist und es dann auch kein Zurück mehr gibt.

PS:
Für die Jungs in meinem Umfeld überlege ich mir jetzt noch eine coolere Story, sonst ernte ich nur Häme und Spott 😉

Night fever

So müde. Komme hier zu gar nichts mehr. Training, Arbeit, Schlafen, Kochen und jetzt fange ich hier auch noch an Leute kennenzulernen und mich ins Nachtleben zu stürzen. Say Whaaat…

„Can you talk to them“… ach ja stimmt, ich bin ja hier der german native speaker. Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung wie ich in diese buntgemischte Gruppe von Austauschstudenten geraten bin – vermutlich habe ich wieder die Qualle gemacht, ließ  mich also einfach von der Strömung treiben und sah dabei wunderschön aus. Gekonnt und routiniert telefonierte ich also fließend auf deutsch mit der Taxizentrale – „fließend“ um 5 Uhr morgens nach einer laaaangen Nacht. Damit konnte ich zumindest der blonden Engländerin ganz schön imponieren. Sie war höchst erfreut, bedankt sich und fragt mich „Do you want some Ecstasy?“. Mensch wie nett, lehne aber trotzdem dankend ab. Ihre Freundin hat uns währenddessen mit Argusaugen beobachtet und fragt mich kurz darauf, ob ich mir die Nummer von der blonden Engländerin hätte geben lassen. Weiß nicht, hätte ich? Hatte doch schon ihre Nummer (also von der nicht blonden). Dachte das käme jetzt vielleicht nicht so gut rüber.
„Nein“ war scheinbar die richtige Antwort, denn plötzlich fing sie an sich an mich ranzuschmiegen und ich bin mir auch ziemlich sicher dass das nicht meine Hände an meinem Körper waren.

Ja, es war eine interessante Nacht. Und bin mir auch noch nicht ganz so sicher wie die Nacht hätte möglicherweise hätte enden können. Aber ich wäre auch überhaupt nicht darauf vorbereitet dass ich nicht alleine nach Hause gehe. Fängt schon damit an, dass ich wohl der einzige Berliner bin, der keine Verhütungsmittel Zuhause hat. Warum auch, bin ja in keiner Beziehung.

Angespielt: Lovoo

Dein Profil. Wow. Mein Profil! Omg! Der Charakter sieht genauso aus wie ich. Der Wahnsinn! Heiß. Ka-Tsch. Autsch. Verbrenne mir hier noch die Finger. Deine Matches. Ooouuuhhhh, meine Matches, was ist das. „Hier ist es so leer, komm spiel eine Runde.“. Wtf. Spielen. Juhu. Ney, Yay, Ney, Ney, Ney, Yay, Yay, Ney, Ney, Ney, Ney, Yay, Ney, Ney, Ney… wie lange dauert denn so eine Runde und welchen Highscore muss ich überbieten. Ney, Yay, Ney, Yay, Ney, Ney… werde langsam müde. Gibt es hierfür nicht einen Bot. Unglaublich langweilig. Wie das Farmen von blöden Materialien in MMORPGs. Langweilig. 1 neuer Besucher. Yeah! Jemand will mich sehen. Willkommen in meinem Profil. Nur hereinspaziert, Eintritt frei. Heute ist Ladies-Night: Frauen bekommen in Begleitung von noch mehr Frauen einen Verzehrgutschein. Match-Vote. Jetzt nicht euer ernst. Lass mich hier doch nicht übervoten, da vote ich gleich gleich mal zurück. Ha, schon gewonnen du Noob. Hier kommt ein großer Pokal mit meinem Bild und dem Bild der Verliererin auf der anderen Seite – Unterschrift „Match“. Jawohl ja, der hab ichs gezeigt. Weiterspielen oder der Verliererin eine Nachricht schicken. Weiterspielen natürlich, hier wird sich nicht mit Verlierern unterhalten. „Hi“. Ingame-Chat aktiviert. Weiter farmen, nicht ablenken lassen. „was suchst du?“. Meint die hier im Spiel oder im Allgemeinen oder ist das so eine philosophische Frage. Schreibe dass langfristig mein Interesse an einer Beziehung bestünde. Der Zonk ertönt und der Chat erlischt. Was war denn das. Muss wohl ein Endboss gewesen sein. Hab ich jetzt gewonnen oder verloren. Verwirrendes Spiel.

Bewertung:  20%
Langzeitmotiviation: 30%
Spielspaß: 10%

Pro:
– free-to-play
– taktisch fordernder Multiplayer

Contra:
– Helden nicht ausbalanciert
– Gameplay begünstigt weibliche Charaktere
– Spielfortschritt wird nicht angezeigt

Gutenachtgedanken

Döner für 2.50 Euro. Wie kann Döner so billig sein? Mmmh, Döner. Nur 5 Minuten mit der Tram und ich bekäme einen leckeren Gemüsedöner. Ob der noch offen hat? Ich glaube ja nicht. Halt, mein Nachbar ist ein Döner. Aber trage schon meinen Pyjama. Pyjama-Party wäre nach meiner Definition dass alle nur ihre Retroshorts tragen – was auf eine peinliche Weise total witzig wäre. Mein anderer Nachbar trägt immer eine Badehose wenn er nackt auf dem Balkon raucht. Hat zwar nicht die Figur für obenohne, aber zumindest traue ich mich nun dank ihm ebenfalls obenohne auf den Balkon, obwohl ich eine obenohne Figur habe. Darüber freuen sich scheinbar die Huhu-Girls. Die Huhu-Girls kenne ich nicht, aber das ist mein Sammelbegriff für junge und einfach nur Frauen die „huhu“ hoch zu mir rufen. Ich dachte erst sie meinen „Uhu“, denn nebenan auf dem Balkon saß ein Großstadtpapagei, der entpuppte sich aber leider als Rabe, Krähe oder Elster. Was aber egal ist, auf den Balkon hat er mir so oder so gekackt. Es ist 00:25 Uhr, ein Pärchen knutscht wild an der Tram-Haltestelle, vermutlich erreichen sie bald die dritte Base oder die Erste oder die Zweite. Vielleicht trennen sie sich auch gerade. Eine Laterne weiter tanzt eine Brünette in Hotpants lasziv zu imaginärer Musik. Könnte allerdings auch ein Kerl sein. Das finde ich verwirrend. Die Blondine auf dem Fußgänger weg ist jedoch sicher eine Frau. Etwas kurz der Rock. Wirklich sehr kurz der Rock. Wurde vielleicht in den Rock hineingeboren. Das täte mir Leid. Ist wie mit der Familie, da wird man auch hineingeboren, nur ist die Familie kein Rock. Und in die Staatsbürgerschaft, da wird man auch hineingeboren. Und in die Kirche. Hier kann man aber ein- und austreten. Was allerdings ganz schön aufwendig ist.

Duftbaum

22:20 Uhr, verlasse flotten Schrittes das Fitnessstudio. Wobei flott für schleppend und Schritt für Humpeln steht. Somit schleppte ich mit humpelnd leise stöhnend zur Tram. Hatte ursprünglich vor einen abendlichen Spaziergang nach Hause zu machen, aber dieser Kiez außerhalb des Prenzlauer Bergs ist mir suspekt. Genau genommen ist mir ganz Berlin noch etwas suspekt, aber alles was entgegengesetzt der Mitte ist, ist mir noch um ein vielfaches suspekter. Außerdem war Beintraining angesagt, danach will ich mich eigentlich nur noch sofort und auf der Stelle hinlegen. Aber da alle Hantelbänke im Studio besetzt waren ging das halt nicht. Musste also leicht verschwitzt mit der Tram fahren – aber immerhin hatte ich ein frisches T-Shirt dabei. Sah in Gedanken schon, wie ich isoliert in der Mitte der Tram stehe und sich trotz völliger Überfüllung ein Sicherheitsabstand von mehreren Metern um mich herum bildet. Keiner sagt was, aber alle verziehen das Gesicht, drehen sich weg und versuchen nicht zu atmen. Kam dann nur zum Teil so. Die Tram war fast leer, aber es bildete sich in der Tat ein Sicherheitsabstand und die Leute versuchten nicht durch die Nase zu atmen. War aber nicht ich der da so vor sich hin müffelte. Im Gegenteil, ich wirkte wie eine frische Frühlingsbrise und die Leute schmiegten sich an mich um kurz aufatmen zu können. Ja, das bin ich, ein wandelnder, gut aussehender, athletischer, attraktiver Wunder-BaumMann, erhältich in der Duftrichtung „Jean Paul Gaultier“ und „Paco Rabanne“. Aus biologischen Anbau und zu 100% ökologisch wiederverwertbar – mehrfach ausgezeichneter Testsieger, Prädikat „sehr gut“ und „unglaublich“. Sicher wird sich bald ein Link viral in den sozialen Medien verbreiten „Ihr werdet es nicht glauben welchen Wunder-Mann ihr hier seht“. Wer dem Link folgt sieht ein verwackeltes Smartphone-Video  und ein unscharfes Foto, welches mich zeigt wie ich versuche mich aus einer Menschentraube zu lösen, es mir aber nicht gelingt, da sich die Hände unzähliger, mir völlig fremder, Menschen in mein Shirt einklammern und mich zurück in ihre Mitte holen. Dann folgen Beiträge mit minutenlangen Videos in denen im Hintergrund ein Bild von mir mit Sonnenaufgang zu sehen ist, mit tiefgründigen und inspirierenden Texten, die eine Aneinanderreihung meiner Zitate und Weisheiten sind.

Der frühe Vogel spaziert ins Fitnessstudio

Bin schon wieder so müde. Dieser neue Alltag ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Mein Wecker klingelt um 5:00 Uhr in der Früh, nicht weil er kaputt ist oder ich zu doof bin um ihn zu stellen, sondern damit ich spätestens um 6 Uhr im Fitnessstudio bin. Ohne abendliche Vorbereitung wäre ich aber aufgeschmissen und morgens total überfordert. Vermutlich würde ich den Espressokocher mit Eiweißpulver befüllen und meinen Proteinshake mit Kaffeepulver mixen. Schmeckt bestimmt interessant und trinken könnte man beides, aber ich bin da eher konservativ veranlagt und mag meinen Espresso gekocht und nicht unaufgelöst mit Maltodextrin durchgeschüttelt. Trotz sorgfältiger Vorbereitung kommt es immer wieder zu kleineren Pannen. Besonders meine Eiweißshaker machen mir zu schaffen. Pulver rein, Wasser darauf, zuschrauben, prüfen ob alles dicht ist … und sobald ich zum Schütteln anfange sind die überhaupt nicht mehr dicht. Aber morgendliche Rituale sind was schönes, der Mensch braucht schließlich Struktur, es würde mich also total durcheinanderbringen wenn diese Shaker bereits beim ersten Anlauf unauslaufbar verschlossen wären.

Diese Uhrzeit ist einfach optimal. Wenig los und keine Wartezeiten an den Geräten, es lässt sich also entspannt trainieren. Bei uns im Dorf konnte man, abgesehen zwischen 16 und 18 Uhr, immer entspannt trainieren, hier ist das nicht ganz so leicht, obwohl alle Geräte fünffach oder häufiger vorhanden sind. Ok, ich sag mal fast alle. Alles was man fürs Beintraining braucht gibt es nur zweimal, manchmal sogar nur einmal. Dachte erst es gibt hier sicherlich einen eigenen Raum fürs Beintraining, denn obwohl das Studio rappelvoll war habe ich niemanden auch nur eine einzige Kniebeuge machen sehen. Das kann bei einem Splittraining schon mal passieren, denn wenn Männer häufig miteinander trainieren, dann passt sich irgendwann deren Trainingszyklus aneinander an und der Leg-Day ist dann halt am Dienstag und nicht mehr am Montag. Glaube aber hier wird wie bei uns trainiert, also Bizeps, Brust und Bauch. Das bringt mich auf eine Idee, ich könnte so ein Triple-B Programm erfinden. Das Geheimnis der Schönen und Reichen: „In 5 1/2 Wochen zur Traumfigur“ – schlank und fit mit der „Deep-Focus“-Methode von MrUnbekannt.

 

Be4tz !n da Streets

Höre nun in unregelmäßigen Abständen notgedrungen Techno. Schön rhythmisch. Verwunderlich dass ich noch keine älteren Menschen gesehen habe, die dazu schunkelnd im Takt des – sich harmonisch wiederholenden – Basses klatschen. Im Grunde nichts anderes als Volksmusik oder Schlager, nur eben mit weniger Helene Fischer und dafür mit mehr DJ keineAhnungWen’sDaSoGibt. Kommt vielleicht noch, ab 2017 wird dann live auf einem öffentlich-rechtlichen Sender der Techno-Stadl übertragen. Ne, DJ-Stadl oder irgendwas in der Richtung.

Eigentlich würde ich ja viel lieber keinen Techno hören und um 2 Uhr morgens schlafen, aber das scheint die jungen Leute herzlich wenig zu interessieren. Verflucht seien diese wunderlichen – ja was sind das eigentlich – …. Lautsprecherrucksäcke, Lautsprecherbollerwagen, Folterinstrumente…. ehrlich keine Ahnung, ich kann nur sagen, diese Dinger machen einen riesen Lärm und bestimmt haben die dafür nicht mal eine GEMA-Lizenz beantragt. Können die nicht einfach, wie ganz normale Jugendliche, die ganze Nacht am Computer sitzen und irgendwelche Ego-Shooter spielen. Scheinbar nicht. Das kommt bestimmt daher, dass sie keine Mofas haben… oder Roller… oder Mopeds. Mit der Tram fahren lastet die einfach nicht aus.

Also für mich wäre das ja nichts. Bier trinken und mit zwei oder drei Freunden nachts einen Lautsprecher durch Berlin schleppen. Das hätte ich sogar als Jugendlicher total doof gefunden. Falsch, gerade als Jugendlicher hätte ich am Wochenende sowas ganz bestimmt nicht getan, denn bei uns gab es Kneipen und Discos die es mit der Alterskontrolle nicht ganz so genau genommen haben. Ne, diese Bass-Prozession, das klingt für mich nicht nach Spaß, sondern nach einer verlorenen Wette.

(Originaltitel: „83475 !n d4 5723375“ – aber wer hätte das noch lesen können)

Projekt Berlin: 1/70 Wochen geschafft

Sehr schön, die erste Woche neigt sich dem Ende entgegen. Sind dann ja nur noch 69 Wochen in denen ich mir überlegen muss, bleib ich hier oder geht’s wieder in die Heimat. In der Hinsicht bin ich wie eine Qualle:

… sie können ziemlich schnell schwimmen … Meistens lassen sie sich aber nur von der Strömung treiben. Und dabei sehen sie wunderschön aus.
Quelle: BR-Online

Ich lasse mich treiben und sehe dabei wunderschön aus. Was mich von der Qualle diesbezüglich unterscheidet, auch wenn ich mich nicht treiben lasse sehe ich super aus – aber das ist jetzt auch keine große Überraschung.

Aufgabe für die nächsten Wochen: Anschluss finden  – ich meine natürlich Menschen und nicht HDMI-Anschluss (den hab ich schon gefunden) oder sonstige Anschlüsse.