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Erkenntnisse dieser Woche

1. Mein kleiner Bruder geht ins Solarium und zur Kosmetikerin. Strange!

2. Von wegen, ich sei eine Schlafmütze!
Das musste ich mir die letzen Jahre immer anhören. Stimmt gar nicht. Wenn ich um 4 Uhr morgens ins Bett gehe und um 10 Uhr aufstehe bin ich topfit. Ich kann ins Bett gehen wann ich will, aber wenn ich vor 9 oder 10 Uhr aufstehen muss, ist das für mich echt anstrengend. Biorhythmus eben, glauben mir aber viele nicht, weil sie nie davon gehört haben oder es für ein Märchen halten.
Du gewöhnst dich dran, du brauchst mehr Licht in deinem Zimmer, treib mehr Sport etc. Was ich mir da schon alles anhören musste. Hat aber alles nicht funktioniert. Ein paar meiner Verwandten waren da immer die allerbesten Besten 😛 Gingen abends um 19 Uhr ins Bett und stehen um 6 Uhr auf. Aber wenn ich um 10 Uhr morgens noch im Bett lag, hieß es dann, du schläfst zu lange. Ja, wenn ich um 19 Uhr ins Bett gehen würde wäre das tatsächlich der Fall.

3. Frau will noch immer ausziehen
Wobei sie immer noch nicht weiß, ob es an mir oder der ganzen Unruhe bei uns im Haus liegt.

4. Wir verstehen uns wieder besser
So gut haben wir uns schon lange nicht mehr verstanden. Sie ist viel weniger gereizt und das ist sehr angenehm. Ihr muss wirklich alles zu viel geworden sein. Der Abstand tut uns sehr gut, bzw. die Rückzugsort wo sie ungestört ist. Sie wirkt weniger gehetzt, gereizt, launisch etc. Ich habe mich damit zwar in den letzten zwei Jahren damit abgefunden und sie nur mit Samthandschuhen angefasst, aber es war doch zermürbend, wenn sie immer sofort ausrastet oder schimpft, weil ich z.B.. eine Tür zu laut zugemacht habe oder sie anspreche, wenn sie gerade etwas auf dem Handy etwas liest.

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Erkenntnisse dieser Woche

1. Ostern wird richtig doof

2. Seitdem wir offen über Trennung gesprochen haben, ist sie kaum noch zu Hause. Und zu Hause gehen wir uns aus dem Weg. Jetzt ist sie weniger schlecht gelaunt und wieder netter zu mir.

3. Nur ganz wenige in meiner Familie wissen was los ist. Und unsere gemeinsamen Bekannten haben auch keine Ahnung. Ich finde es anstrengend immer Ausreden erfinden zu müssen. Aber ich habe auch keine Lust, mit der Wahrheit rauszurücken, denn das führt dazu, dass ich unzählige Fragen beantworten muss und mir ist das im Moment auch irgendwie unangenehm.

4. Ostern wird nicht richtig doof, sondern richtig superduper doof. Ein Feiertagswochende wie dieses, impliziert genau das, worauf ich Moment verzichten kann: Zeit mit der Familie verbringen. Es wird darauf hinauslaufen, dass ich mich einfach in meine Arbeit stürze und alles ausblende.

5. Meine Frau macht ernst. Es steht die Besichtigung einer Wohnung an. Ich bin etwas hin- und hergerissen. Zwar endet damit eine Ära, aber da ich auch schon länger nicht mehr glücklich bin, ist das vermutlich das Beste.

6. Inzwischen fühle ich mich zu Hause wohler wenn sie nicht daheim ist. Wir haben circa 2300 Nächte gemeinsam in einem Bett geschlafen und es ist merkwürdig, wenn ich weiß, dass sie nur ein paar Zimmer weiter im Ehebett liegt und wir künstlich eine räumliche Distanz schaffen. Trotzdem ertappe ich mich dabei, wie ich manchmal zurück in den gewohnten Alltags-Modus schalten will, d.h. z.B. sie in den Arm zu nehmen.

7. Ich habe wieder anfangen zu laufen. Ganz vergessen wie sehr ich das früher geliebt habe. Zwar habe ich keine Ausdauer mehr, aber die kommt mit der Zeit wieder.

„Eine Freude vertreibt hundert Sorgen“

Diesen Spruch lese ich zurzeit jeden Abend, wenn ich im Bett liege. Er hängt direkt gegenüber an der Wand, keine Ahnung wie er da hinkam, vermutlich war er da schon immer.
Gestern habe ich das mal auf mich wirken lassen. Kann eine Freude hundert Sorgen vertreiben? Ja, bedingt, kommt darauf an.
Besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Freude und meinen Sorgen?
1. Ja, es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Freude und meinen Sorgen.
Wenn ich Geldsorgen habe und gewinne im Lotto, dann vertreibt das natürlich meine Sorgen. Bin ich unglücklich verliebt, und auf einmal beruht diese Liebe auf Gegenseitigkeit, dann wird das diese Sorge, sofern man unglücklich verliebt sein als Sorge betrachtet, auch vertreiben.
2. Es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen der Freude und den Sorgen.
In diesem Fall muss ich fragen, wie lang kann ich an dieser Freude festhalten?
2.1 kurz
Das kann ein schöner Moment im Alltag sein, wenn mir beim Einkaufen eine Frau, die attraktiv finde, ihr hübsches Lächeln zeigt. Oder wenn ich mit Freunden einen schönen Abend verbringe. Wenn ich was gelesen haben, was inspiriert. Es kann irgendwas sein, was einen Glücksmoment auslöst und mir Freude bereitet.
Das vertreibt die Sorgen aber nur solange, bis diese Freude, bzw. dieser Glücksmoment abklingt. Das kann ein Abend oder ein Tag sein. Aber dann stehen diese Sorgen wieder vor meiner Tür und bitten um Einlass.
2.2 lange
Das wäre für mich, wenn sich meine Lebenssituation dahin ändert, dass ich jeden Tag von dieser Freude überwältigt werde. Eine neue Beziehung, eine alte Beziehung, wo ein neues Feuer aufflammt. Freundschaften, Menschen, Beruf, es muss irgendwas sein, was mich täglich im Alltag aufheitert, worauf ich mich freue.
Die Konsequenz für mich lautet: Herauszufinden, was mich im Alltag glücklich macht. Meine Erkenntnis dieser Woche war, dass ich mein Leben nicht immer um Beziehungen oder anderen Menschen herum aufbauen darf. Wenn ich also etwas finden will, was mich im Alltag glücklich stimmt und meine Sorgen vertreibt, sollte das idealerweise irgendetwas sein, was unabhängig von meinen Mitmenschen ist.
Ich weiß noch nicht was es sein wird, wo es sein wird, aber ich werde so lange suchen, bis ich etwas finde.
Egal ob meine Ehe vor dem Scheitern steht oder eine Kehrtwende kommt. Ich muss mich neu orientieren, auch wenn mir das schwerfallen wird. Wenn ich so weiter mache wie jetzt, kommt vielleicht wieder der Moment, an dem ich mich vor einem Abgrund stehen sehe.
Und wenn ich ehrlich zu mir bin und in mich gehe, muss ich mir tatsächlich die Frage stellen, ob ich erst jetzt vor dem Abgrund stehe oder schon ganze Weile und nur aus Angst die Augen verschlossen habe.

Erkenntnisse dieser Woche

1. Im Selbstmitleid baden hat keinen Sinn

Wenn ich jetzt daran zerbreche, wie es ohne sie weitergehen soll, dann bringt mich das nicht weiter.

2. Ehrlich zu mir sein

Ich sage „ich liebe dich“, weil ich das immer gesagt habe. Seit 13 Tagen haben wir wenig Kontakt, schlafen getrennt, ich sage es nicht mehr und langsam weiß ich selbst nicht mehr was ich noch fühle. Die letzten Jahre habe ich immer versucht ihr alles recht zu machen, mehr auf sie als auf mich zu achten. Das war anstrengend. Und konnte ich es ihr recht machen? – nein.

3. Was will ich

a) Kinder haben
Sie will keine Kinder, wusste ich, habe ich akzeptiert. Hoffentlich werde ich das nicht irgendwann bereuen.

b) Zeit mit meiner Frau verbringen
Tja, ist sie nicht so der Fan von. Abends nach der Arbeit entspannen – gönne ich ihr. Und Wochenende haben wir uns so arrangiert, dass zumindest der Sonntagnachmittag mit ihr mir gehörte. Ganz glücklich stimmt mich das aber nicht.

4. Ich muss umdenken

Nicht die Beziehung darf die wichtigste Säule in meinem Leben sein, ich selbst muss für mich die wichtigste Säule in meinem Leben sein. Ich darf nicht immer alles abhängig von meiner Frau oder anderen Menschen machen. Auf diese Säulen habe ich keinen Einfluss und trotzdem sollen sie mein Leben aufrechterhalten? Lieber nicht.

Nach mir kommt meine Karriere, mein Beruf. Warum? Weil sich leider Geld als Währungsmittel bewährt und durchgesetzt hat. Könnte ich im Supermarkt mit bunten Kieselsteinen oder einem schönen Lehmklumpen zahlen wäre das nicht nötig, ist aber halt leider nicht so. Alleine zu sein ist doof, aber alleine und pleite stell ich mir noch doofer vor. Natürlich darf meine Ehe oder Beziehung nicht darunter leiden, aber genauso wenig darf umgekehrt der Fall eintreten. Ich kann nicht alles hinschmeißen, nur weil es privat scheiße läuft.

5. Ich wünsche mir Kinder

Hatten wir schon.

6. Wie zum Henker hat es der Typ heute im Supermarkt zu so einer Frau und einem Kind geschafft? – Rohypnol?