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Bin beim Training, bitte nicht stören. Buchungsanfragen unter der Nummer…

Typisch Frau. Redet mit mir und ich verstehe wie üblich nur Bahnhof. Wüsste schon gerne was sie von mir will, aber ich höre nur „feel the power of a warrior! fight fight fight fight“. Seufze also, lege die Hanteln ab, nehme die Stöpsel aus dem Ohr – Volbeat höre ich übrigens inzwischen echt gern, „Call of the Warrior“ passt einfach zum Training – und gebe höflich mit einem „hä?“ zu verstehen, dass ich jetzt ansprechbar bin, was implizit signalisieren soll, sie möge nun mit mir sprechen oder für die nächsten 60 Minuten schweigen. Letzteres wäre mir ehrlich gesagt lieber, aber so viel Glück habe ich wohl nicht. „Das ist aber schwer.“…. wie jetzt, das war alles, ernsthaft? Alter!!! Und nur um mir zu sagen, dass ihr das vom Vorgänger verwendete Gewicht zu schwer ist … ach, hör doch auf. Gebe ihr mit einem „mhm“ recht, auch wenn ich keine Ahnung habe wie schwer denn nun schwer ist, warte kurz ob da noch mehr kommt, glaube dass auch sie wartet ob da noch mehr kommt – nope, muss Sauerstoff für den nächsten Satz (Training, nicht Wörter) sparen – sie wirkt etwas verunsichert, dreht sich zu ihrer Freundin, ich schiebe mir derweil die Stöpsel wieder ins Ohr. War doch eine angenehm lockere Unterhaltung, Smalltalk kann ich eben. Außer ich habe keine Lust… oder Nerven dafür, beispielsweise wenn ich mit leicht roter Gesichtsfarbe, voller Körperanspannung, konzentrierter Atmung, Stöpsel im Ohr und Hanteln über dem Kopf gerade die letzten Kraftreserveren mobilisiere!!1!ölf!!!

Leute gibt’s, ne ne ne. Da war mir der ältere Herr – wirklich uralt, schätzungsweise so alt wie Gott – in der Umkleide, der wissen wollte ob es dieses „MP3-Player“-Gerät auch mit anderen CDs gibt, ja tausendmal lieber – gut, so alt wie Gott war er nicht, aber 1000 könnte er tatsächlich schon gewesen sein. Liegt vermutlich am Frühling. Also das mit den Frauen. Oder an meinem wirklich extrem knackigen Hintern. Ich mach mir da natürlich nichts vor, es liegt definitiv an meinem Hintern. Selbst ich kann da manchmal nicht die Hände von lassen und fasse ihr nur an, weil ich es darf und wohlgemerkt kann. Achte deshalb nun auch stets auf eine betonte Körperhaltung. Ich denke die Form meines Allerwertestens verdanke ich einer gesunden Mischung aus Sport und Müsli. Müsli gibt’s meistens abends nach dem Training und besteht aus zwei Packungen Cookies und einem Liter Milch. Ein richtiger Vitamin-Schock ist das. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass die Frauen in meinem Fitnessstudio langsam alle „rollig“ werden. Glaube ich zumindest. Bin mir wie üblich nicht sicher. Könnte also sein dass ich angebaggert wurde und werde, oder eben auch nicht. Das weiß man ja nie so genau und findet es in der Regel erst heraus, wenn man dann in einer Beziehung ist oder es total verkackt hat. Wäre natürlich prima wenn doch, dann könnte ich mich ja mal bei einem Escort-Service bewerben – für gutbetuchte Damen versteht sich, weil ich schon ziemlich teuer wäre. Hochschulabschluss, Allgemeinbildung, Charme, Humor, athletischer Körper – also wäre ich eine Frau, ich würde mich ja sofort buchen.

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It’s all about sex

Ok, offiziell kommt nur der Frühling, aber irgendwie läuft es auf das Gleiche raus. Gerade habe ich gelesen, dass Männer im Frühling und Sommer mehr Testosteron produzieren und wir uns dadurch wohler fühlen würden. Wirklich? .. Ernsthaft? … Muss das sein? Och nö.

Mein Körper fängt an größere Mengen Sexualhormone zu produzieren und ich habe keine Sex. Sind ja super Aussichten für die nächsten Monate. Vielleicht sollte ich einen Urlaub in Erwägung ziehen, mal gucken wo es derzeit richtig schön kalt, trist und deprimierend ist.

Ein Bekannter hat damit wohl weniger Probleme, er ist der Meinung, ich zitiere: „Wer denkt Sex sei besser als Masturbation, der hat noch nie in seinem Leben richtig masturbiert.“. Puh, ja, hmmm, was soll man dazu noch groß sagen, außer vielleicht: einer von uns macht da was verkehrt. Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen, wer von uns beiden hier was oder warum verkehrt macht. Ich habe einen Verdacht, den ich aber nicht äußern möchte ohne ihn mit Belegen zu untermauern. Und darauf bin ich jetzt nicht sonderlich scharf.

Google sagt, Lakritze senkt den Testosteron-Haushalt. Lakritze ist für mich wie Red Bull Cola. Es schmeckt komisch, man weiß nicht so recht ob man es mag, deshalb probiert man es immer wieder – eine Art Hassliebe. Zweiter Vorschlag, Alkohol. Very nice! Aber von Alkohol lasse ich die Finger, denn er bringt meine dunkle Seite hervor. Alkohol offenbart mein wahres Gesicht, eins, für das ich mich schäme. Denn wenn ich Alkohol trinke, dann werde ich furchtbar lustig und will immer Party machen. Das ist ganz schlimm mit mir. Das fand auch meine Frau, deshalb trinke ich nur sehr selten und auch dann nur unter Laborbedingungen – also zu Hause.

Jetzt wird mir aber klar, warum es immer heißt, dass Männer ständig an Sex denken würden. Ist ja klar, wenn die Natur, was auch immer sie sich dabei gedacht haben mag, mich für ein halbes Jahr mit Sexualhormonen förmlich vollstopft – an was soll ich denn dann sonst denken. Hier steht, Männer denken durchschnittlich 34 Mal pro Tag an Sex. Leider steht nicht dabei, ob diese Studie in den traurigen Wintermonaten oder den brünstigen Sommermonaten stattfand. Kann man eigentlich nur hoffen, dass es im Winter war. Ich mag mir nicht vorstellen welche exponentielle Steigerung bei einem übersteuertem Hormonhaushalt stattfinden würde. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Teilnehmer dieser Studie Single waren. Ich wäre ja lebensmüde, wenn ich mit einem „Ich-denke-gerade-an-Sex“-Zähler herumlaufen würde, den ich immer drücken muss, wenn ich an Sex denke und zuhause meine Frau auf mich wartet. Ich gehe morgens mit „1“ aus dem Haus und komme abends mit „25“ zurück – dieser Person wünsche ich viel Spaß dabei, diesen Sachverhalt plausibel zu erklären.