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Hilfe, wir ziehen zusammen!!!

In jeder Beziehung kommt der Moment, an dem Beide den Wunsch entwickeln, endlich zusammenzuziehen. Es klingt romantisch, man freut sich darauf, aber Mann hat keine Ahnung, was da auf ihn zukommt.

Im Internet suche ich eine Wohnung heraus, die ausreichend Platz verspricht und nicht zu teuer ist. Als ich sie ihr zeigen will, erwartet mich bei ihr bereits ein Browserfenster, in dem gefühlt eine Millionen Tabs geöffnet sind. Mir wird klar, das kann länger dauern. Also setze ich mich hin und schaue mir alles an. Fest steht, ich suche eher pragmatisch, sie sucht eher schön. Kein Problem, wir einigen uns, ich kontaktiere die Makler und los geht die Odyssee. Die Türrahmen sind nicht schön, der Fußboden zu dunkel, das Bad zu klein, die Küche zu alt, zu wenig Tageslicht, zu viel Tageslicht, kein Balkon, Balkon zu klein, Garten der mit Nachbarn geteilt wird…. puh, ganz schön anstrengend so eine Wohnungssuche. Natürlich unterstütze ich sie tatkräftig dabei und prüfe vor jeder Wohnungsbesichtigung wie schnell unser Internetanschluss dort wäre. Vorort prüfe ich dann, wo der Internetanschluss ist und ob eine WLAN-Abdeckung für die komplette Wohnung möglich ist. Als absoluter Fachmann prüfe ich dann auch noch, ob wir Kabel- oder SAT-TV hätten. Ist auch wichtig! Wir finden eine Wohnung, die uns beiden gerecht wird und weiter geht die Reise.

Wir kaufen ein paar Möbel, ziehen um und fangen an es uns gemütlich zu machen. Das heißt für mich: Ist der Fernseher ausreichend groß für das neue Wohnzimmer, wo könnte man die Surround-Anlage platzieren und wie kann ich unser WLAN verbessern. Falscher Ansatz.
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It’s all about sex

Ok, offiziell kommt nur der Frühling, aber irgendwie läuft es auf das Gleiche raus. Gerade habe ich gelesen, dass Männer im Frühling und Sommer mehr Testosteron produzieren und wir uns dadurch wohler fühlen würden. Wirklich? .. Ernsthaft? … Muss das sein? Och nö.

Mein Körper fängt an größere Mengen Sexualhormone zu produzieren und ich habe keine Sex. Sind ja super Aussichten für die nächsten Monate. Vielleicht sollte ich einen Urlaub in Erwägung ziehen, mal gucken wo es derzeit richtig schön kalt, trist und deprimierend ist.

Ein Bekannter hat damit wohl weniger Probleme, er ist der Meinung, ich zitiere: „Wer denkt Sex sei besser als Masturbation, der hat noch nie in seinem Leben richtig masturbiert.“. Puh, ja, hmmm, was soll man dazu noch groß sagen, außer vielleicht: einer von uns macht da was verkehrt. Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen, wer von uns beiden hier was oder warum verkehrt macht. Ich habe einen Verdacht, den ich aber nicht äußern möchte ohne ihn mit Belegen zu untermauern. Und darauf bin ich jetzt nicht sonderlich scharf.

Google sagt, Lakritze senkt den Testosteron-Haushalt. Lakritze ist für mich wie Red Bull Cola. Es schmeckt komisch, man weiß nicht so recht ob man es mag, deshalb probiert man es immer wieder – eine Art Hassliebe. Zweiter Vorschlag, Alkohol. Very nice! Aber von Alkohol lasse ich die Finger, denn er bringt meine dunkle Seite hervor. Alkohol offenbart mein wahres Gesicht, eins, für das ich mich schäme. Denn wenn ich Alkohol trinke, dann werde ich furchtbar lustig und will immer Party machen. Das ist ganz schlimm mit mir. Das fand auch meine Frau, deshalb trinke ich nur sehr selten und auch dann nur unter Laborbedingungen – also zu Hause.

Jetzt wird mir aber klar, warum es immer heißt, dass Männer ständig an Sex denken würden. Ist ja klar, wenn die Natur, was auch immer sie sich dabei gedacht haben mag, mich für ein halbes Jahr mit Sexualhormonen förmlich vollstopft – an was soll ich denn dann sonst denken. Hier steht, Männer denken durchschnittlich 34 Mal pro Tag an Sex. Leider steht nicht dabei, ob diese Studie in den traurigen Wintermonaten oder den brünstigen Sommermonaten stattfand. Kann man eigentlich nur hoffen, dass es im Winter war. Ich mag mir nicht vorstellen welche exponentielle Steigerung bei einem übersteuertem Hormonhaushalt stattfinden würde. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Teilnehmer dieser Studie Single waren. Ich wäre ja lebensmüde, wenn ich mit einem „Ich-denke-gerade-an-Sex“-Zähler herumlaufen würde, den ich immer drücken muss, wenn ich an Sex denke und zuhause meine Frau auf mich wartet. Ich gehe morgens mit „1“ aus dem Haus und komme abends mit „25“ zurück – dieser Person wünsche ich viel Spaß dabei, diesen Sachverhalt plausibel zu erklären.