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Ein unverbindliches Treffen

Einfach mal unverbindlich treffen. In meinem letzten Beitrag hatte ich ja diesbezüglich ernsthafte Bedenken. Kann sich ein durchtrainierter, athletischer, gut aussehender, sympathischer, zuvorkommender, intelligenter, wortgewandter, humorvoller, charmanter und vor allem bescheidener Mann Anfang 30 – der wesentlich jünger (und erwähnte ich attraktiv?) aussieht – wirklich so ganz unverbindlich mit einer College-Studentin Anfang 20 treffen. Ich befürchtete nein, das könnte in die Hose gehen. Andererseits bin ich sehr gut im unverbindlich sein. Bei Dates zum Beispiel. Scheinbar wirke ich dabei aber gleichzeitig auch so unbeholfen, dass Frauen sich dann beim 5., 6., 7. oder 8. Date ihrerseits nicht mehr anders zu helfen wissen, als sich irgendwann einfach auf mich zu stürzen. Der typische Anfang einer Beziehung eben.

 

Nun schnallt eure Dictionarys an, aber ich habe meine Zweifel überwunden und mich tatsächlich auf ein Treffen eingelassen. Wie lief’s also? Super. Sie hat mich auf 24 Jahre geschätzt! Besser hätte das doch gar nicht laufen können. Wobei noch jünger muss jetzt dann auch nicht mehr sein. Kurz, wir haben uns gut unterhalten und sind gegen Mitternacht vollkommen unverbindlich wieder heim. Wieso war ich also so besorgt wegen des Treffens, keine Ahnung, irgendwie dachte ich dass der Abend anders enden würde. Diese Frage stellte ich mir also am nächsten Morgen, während ich mir – für mich ganz allein – die doppelte Menge Kaffee zubereitete und, wie ich es auch immer mache, auf zweite Tassen verteilte – einmal mit Milch und einmal ohne Milch, ich kann mich halt nicht entscheiden – und dann über meine am Boden verstreuten Klamotten – ich werfe sie immer kreuz und quer durchs Zimmer bevor ich ins Bett gehe – auf den Balkon ging um alleine meine zwei Tassen Kaffee zu genießen.

Unwiderstehlich

Charakter, Aussehen, Intelligenz, Humor, quak quak quak. Spielt doch alles keine Rolle. Man muss sich nur riechen können, also mich riechen können, also meine Pheromone riechen können, also auf eine angenehme anziehende Art und Weise natürlich… und natürlich nur die Frauen, das wird mir sonst zu viel Trubel.
Deshalb habe ich meine Duftstoffe in der Drogiere bisher auch immer sehr sorgfältig ausgewählt. Man stellt sich die Frage „In welcher Werbung wirken Männer am unwiderstehlichsten auf Frauen?“ und fällt kann die Kaufentscheidung.

Bringt nur leider nicht viel, denn man hat erst eine handvoll Duftstoffe entschlüsselt. Scheint aber noch sehr viel mehr zu geben, da kann ich natürlich lange auf das Eintreten der erhofften Wirkung warten. Dummerweise weiß man noch nicht mal welche Körperregion diese Duftstoffe überhaupt produziert. Vielleicht starte ich also einfach mal einen Selbstversuch, ein Feldexperiment sozusagen. Ich werde gezielt einzelne Körperregionen nicht mehr waschen und mich von den Reaktionen aus meinem Umfeld überraschen lassen.

Vermutlich behauptet dann die ein oder andere Person ich würde müffeln. Was so aber nicht stimmen muss, denn jeder von uns lebt in seiner eigenen Geruchswelt. Wenn also jemand behauptet ich würde müffeln, dann wird das sicherlich nur daran liegen, dass er in einer sehr traurigen, einsamen und düsteren Geruchswelt lebt und mich deshalb nicht riechen kann.

Liebe für jedermann

Habe gestern das erste Mal von den geheimnisvollen 36 Fragen gehört, die ausreichen sollen um sich ineinander zu verlieben. Ich dachte mir prima, diese Fragen lasse ich künftig ganz subtil in jedes Gespräch und jeden Blogbeitrag einfließen, dann kann ich mich vor Liebesbekundungen gar nicht mehr retten. Aber nein, so funktioniert das natürlich nicht. Liebe für jedermann weiterlesen

Sexy and I like it

Frauen mit Anfang 20 finden wir Männer also am attraktivsten. Mhm. Ich sollte aufhören mir unnützes Wissen anzueignen. Jetzt ist das vielleicht nur unnütz, aber ich werde ja auch nicht jünger und diese Information hat das Potential irgendwann zum deprimierendem Wissen zu werden.

Wichtiger wäre für mich, wann wir Männer auf Frauen am Attraktivsten wirken. Wäre echt schade wenn ich mich gerade in der attraktivsten Phase meines Lebens befände, davon aber gar nichts mitbekomme.

Habe gelesen dass Frauen auf männliche Männer stehen. Was genau damit gemeint ist versuche ich noch herauszufinden. Hat irgendwas mit Ecken und Kanten im Gesicht zu tun. Darf also nicht zu rundlich sein. Wichtig ist auch, dass es nicht zu eckig ist, denn sonst ist es zu männlich und wirkt bedrohlich auf Frauen. Ganz schön kompliziert so ein attraktives männliches Äußeres, hätte ich mir einfacher vorgestellt.

Wäre schön wenn es hierzu eine Art Schablone gibt, die man in Photoshop mal über das eigene Gesicht legen kann. Gibt es natürlich nicht. Muss also selbst herausfinden wie rund oder eckig meine Gesichtszüge sind. Werde mein Gesicht bei Gelegenheit einfach mal einscannen, uploaden und eine Eckigkeits-Befragung starten.

Wichtig sind auch Intelligenz, Humor, Zuhören, Lächeln, Körperpflege, Selbstbewusstsein und Tanzen. Bin ich, hab ich, kann ich, mach ich, tu ich, bin ich und kann ich nicht… oops. ToDo: Tanzen lernen, kann ja nicht so schwer sein.

Insbesondere Körperpflege scheint für Frauen wirklich eine wichtige Eigenschaft an Männern zu sein. Taucht immer wieder auf. Ziemlich traurig dass Frauen das explizit auflisten müssen, dachte eigentlich dass Körperpflege zur täglichen Routine gehört. „Hat sich nie die Zähne geputzt“, „Hat sich tagelang nicht geduscht“, etc. was ich schon gehört habe, da können einem Frauen dann schon ein klein wenig leidtun.

Bin ich ein Sexist?

Versuche mir durchzulesen was Sexismus eigentlich genau sein soll. Ist ja ein ziemlich schwammiger Ausdruck. Erinnert mich an mein Studium. Eine Stunde lang erklärte der Professor einen Begriff, ohne irgendwie auf den Punkt zu kommen. Letzten Endes lernte man dann einfach eine der vielen Definitionen auswendig und die Sache hatte sich erledigt. Zumindest die Sache mit der Beantwortung der Frage, verstanden hat man’s trotzdem nicht.

Das Internet (also Google) erschlägt mich förmlich mit Artikeln und Beiträgen über Sexismus. Es scheint ja fast alles und wiederrum auch nichts sexistisch zu sein.

Bestimmt bin ich dann einer, denn ich fühle mich Frauen überlegen. Nicht immer, aber häufig. Bin dann aber wohl eher ein genderübergreifender Sexist, denn Männern fühle ich mich genauso oft überlegen. Außer natürlich in den Sachen, in denen ich offensichtlich nicht überlegen bin. Dürfte dann quasi ein genderübergreifender teilweise Sexist sein.

Nope. Hier stehts, ich bin ein wohlwollender Sexist.

Zitat:

Sie charakterisieren Frauen als reine, pure Lebewesen, die beschützt, unterstützt und bewundert werden sollten und deren Liebe notwendig ist, um einen Mann zu vervollständigen.

Zwar weiß ich nicht was ein „reines und pures Lebewesen“ genau sein soll, wobei, wenn ich jetzt so darüber nachdenke… Ein „unpures“ Lebewesen wäre für mich eine KI-Sexpuppen-Androidin. Somit hätte ich dann schon gerne eine Frau, die ein pures Lebewesen und nicht so ein Halbling ist. Allerdings könnten wir das Wörtchen „rein“ gerne auch durch „versaut“ ersetzen, nicht immer, aber eben zu gegebener Stunde halt.

„Beschützen“, „Unterstützen“ und „Bewundern“. Erwischt! Genau das habe ich bei meiner Frau auch getan. Schluss, das wars, mit mir nicht mehr!


Beschützen:

Fremder Betrunkener: Hey, Blondchen *und fängt an sie betatschen*
Freundin: lalala, mach doch was, lalalala
Ich: Ich halt mich da raus, macht das mal schön unter euch aus.

Unterstützen:

Freundin: Ich muss heute länger arbeiten, kannst du mir ein Rezept vom Arzt holen?
Ich: Klar könnte ich, mach ich aber nicht.

Oder:

Freundin: Würdest du mich dabei unterstützen, wenn ich mich selbstständig mache?
Ich: Oouh, unterstützen. Ich finds ja besser, wenn jeder für sich allein kämpft.

Bewundern:

Freundin: Was magst du alles an mir? // Warum findest du mich toll?
Ich: *Schmacht, alles* Nichts. Alles doof an dir.

„Deren Liebe notwendig ist, um einen Mann zu vervollständigen“ – so ein Unsinn. Ich wünsche mir ein kinderloses Singledasein, Liebe ist sowieso komisch. Außerdem freue ich mich schon darauf, wenn ich als Rentner vor meinem schönen allein bewohntem Einfamilienhaus an der Straße stehe und die spielenden Kinder beschimpfe, weil sie zu laut sind oder viel zu schnell mit dem Fahrrad fahren.

Männliche Idealmaße

Ich wusste es bislang nicht, aber es gibt sie, die Idealmaße beim Mann. 100-80-100. Klasse Sache, war danach erst mal ein Weilchen beschäftigt mich nackich zu machen – naja, nicht komplett versteht sich – um meinen athletischen Körper zu vermessen.

Die Messung habe ich präzise mit einem iPhone-Ladekabel und einem Meterstab durchgeführt. Das Ergebnis lautet: 102-82-94

Sehr schön, habe ich mich dann nur gefragt: Und jetzt? Jetzt weiß ich, dass ich ein Birnentyp bin und mein Taille-Hüft-Verhältnis bei 0,9 liegt. Männer finden übrigens Frauen mit einem Verhältnis von 0,7 besonders attraktiv.

Da sich die 100-80-100 jeodch auf eine Körpergröße von 185cm beziehen, die ich nicht habe, bin ich nun also auch nicht schlauer als vorher. Jedenfalls müssen am Bauch noch mindestens zwei Zentimeter weg, das wusste ich aber bereits vorher.

Wann ist der Mann ein Mann

Diese Frage hat Herbert Grönemeyer vor vielen Jahren gestellt, eine passende Antwort darauf habe ich bis heute nicht gefunden. Aber das Lied kam auch ein Jahr nach meiner Geburt heraus, konnte also nicht gleich damit beginnen darüber nachzudenken, sondern war vorerst mit wichtigeren Themen wie Laufen und Sprechen lernen und Töpfchen gehen beschäftigt.

Wenn ich an den modernen Mann denke, dann weiß ich auch nicht so genau an wen ich dabei denken soll. Was Bildung und Weltoffenheit angeht denke dabei natürlich an mich, aber auch wenn das selbstverständlich den größten Anteil ausmacht, fehlt mir noch immer das letzte Puzzlestück um den vollkommenen Mann definieren zu können.

Ich habe nun vereinzelt von Männern gehört, dass sie ihre Augenbrauen im Kosmetikstudio zurechtstutzen lassen. Sieht man aber auch, so exakt und geradlinig wie die sind erinnert das an ein aufgeklebtes Toupet. Könnte aber auch daran liegen dass ich nun vernommen habe, dass die Augenbrauen nicht nur gezupft, sondern auch gefärbt werden. Ein Paar scheinen aber die Augenbrauentoupetproblematik erkannt zu haben, weshalb sie sich die Härchen so stark schmälern lassen, dass hier ein professioneller Maskenbildner zum Aufkleben benötigt würde und ein Toupet somit in der Regel nicht in Frage kommt.
Aber diese Annahme kann genauso gut falsch sein. Als ich ein junger Knabe war und noch zur Grundschule ging, da wurde ein Klassenkamerade immer von seiner gruseligen Mutter abgeholt. Die hatte sich die Augenbrauen fortwährend nur hingemalt, weshalb sie mir auch immer suspekt war. Als meine weltliche Bildung fortschritt hatte ich deswegen als bald ein schlechtes Gewissen und bemitleidete die Dame in den nächsten Jahren. Arme Frau, hat vermutlich eine schwere Krankheit, hormonelles Leiden oder Nebenwirkung einer Medikation. Mit der Zeit reifte mein Verstand weiter und mir wurde klar, auch das könnte nur eine von vielen Möglichkeiten sein. Augenbrauen müssen nicht zwingend ausfallen, auch werden sie nicht zwingend abrasiert um Kinder zu verängstigen, es kann auch einfach nur das Resultat eines sehr effizienten Zeitmanagments sein.
Aber auch diese Erkenntnis ist nicht vollständig richtig wie ich im weiteren Verlauf der Jahre feststellte. Es gibt auch den verheerenden Teufelskreis des Zupfens, dem selbst ich schon mehrfach nur haarscharf entkommen bin. Mann nimmt unten etwas weg, passt nicht auf und schwupps entsteht mittig eine kleine Einkerbung. Ärgerlich, aber Mann tut sein Bestens um wieder einen einheitlichen Verlauf reinzubringen. Nun ist links aber etwas weniger Augenbraue als rechts, also rüberschwenken und rechts etwas wegnehmen. Und wer jetzt nicht aufpasst und auf der anderen Seite wieder eine Kerbe zupft hat ein Problem. Bessert Mann nämlich rechts nach und muss dann wieder links etwas anpassen und es geschieht wieder aus Unachtsamkeit etwas Blödes, ja dann… ich sage mal soviel, die optisch akzeptable einkalkulierte Pufferzone schmilzt nur so dahin.

Und es geht weiter im Schönheitswahn. Selbst die spärtlichse Brustbehaarung muss der Klinge weichen. Wenn ich mir meine Brust so ansehe, dann könnte ich die Behaarung ohne größeren Zeitaufwand zählen, bei aufgeknöpftem Hemd sieht das trotzdem nicht gut aus. Natürlich wird das Hemd niemals zuweit geöffnet, aber selbst der zweite Knopf kann mit etwas Pech schon ein einsames Härchen zum Vorschein bringen.
Worauf einem beim Rasieren der Brust aber natürlich niemand vorbereitet sind die Brustwarzen. Bereits mehrfach geriet mein 5-Klingen-Hochleistungs-Rasierer und mit einer meiner Brustwarzen aneinander, was im ersten Moment kein erfreulicher Anblick war. Nebenbei eine kleine Anmerkung, es empfiehlt sich im Anschluss ein schwarzes T-Shirt zu tragen.
Eine weitere Unmenge an Rasiergel wird dann an den restlichen Bereichen bis in den Schritt aufgetragen. Nervenkitzel pur, denn Mann kann sich mit diesen Rasieren tatsächlich überall schneiden wenn Mann nicht aufpasst. Da helfen vermutlich auch weitere 10 oder 20 zusätzliche Klingen nichts.
Ein leidvoller Blick in den Spiegel verrät aber, das sieht ganz schön doof aus. Bis in den Genitalbereich wurde der Körper nun von einem äußerst männlichen Abbild eines Mannes, mit viel Zeitaufwand und liebevoller Hingabe, zu dem Abbild eines noch nicht pubertierenden Jüngelchen verstümmelt – abgesehen von den körperlichen Proportionen versteht sich.
Was jedoch wirklich ins Auge sticht ist Diskrepanz vom Genitalbereich zu den Beinen – das schließt natürlich den knackigen Hintern mit ein. Wie man hier jedoch sinnvoll weiter rasieren soll ist mir noch schleierhaft. Gleichzeitig fehlt mir derzeit auch die Bereitschaft mit meinem Rasierer bis an die Knöchel vorzudringen oder krampfhaft über die Schultern blickend den Versuch zu starten hinten eine ordentliche Rasur hinzubekommen.

Es gibt aber noch ein weiteres Problem, die unschönen Hautreizungen, Stichwort Rasurbrand. Ungeschickterweise neige ich meist dazu, mich direkt nach dem Laufen zu rasieren. Oder ich vergesse die Klinge zu wechseln. Oder ich rasiere in der Eile des Gefechts mal etwas zu unsanft. Oder rasiere gegen den Strich. Natürlich gefällt das meiner äußersten zarten Haut nicht, sie beschwert sich und es entstehen kleine unschöne Rötungen.
Also kauft man sich teuere Aftershave-Salben, was jedoch keine Linderung schafft. Man fährt wieder los und kauft sich die peinlichsten Waschlotionen, die sich natürlich selbst auch noch als „Intimwaschlotion“ zu erkennen geben, womit man dann natürlich gerne in einer gut gefüllten Schlange im Drogeriemarkt an der Kasse steht und sich von einer jungen attraktiven Verkäuferin abkassieren lässt.
Um nun auch die letzten Wehwechen behandeln zu können gibt es letztlich noch Zugsalben, was auch ein richtiger Spaß beim Einkaufen ist.
Rasieren ist somit eine zeitaufwendige und kostspielige Wissenschaft für sich.

Frauen sagen nun auch immer, dass wir Männer nicht so viele Probleme mit unseren Haaren (Haupthaar am Kopf) hätten. Dem stimme ich so nicht zu. Siehe gestern zum Beispiel. Ich gehe früh morgens um 5:30 Uhr laufen und im Anschluss duschen. Als ich um 10 Uhr aus dem Haus bin, musste ich natürlich noch die Haare gelen. Jetzt ist mein Haar aber nur perfekt gelbar, wenn ich kurz zuvor die Haare gewaschen und geföhnt habe. Nicht bedacht und trotzdem gegelt, sah natürlich superdoof aus. Also nochmal waschen, föhnen und gelen.
Aber das Gelen ist nicht so leicht wie es aussieht. Denn das eine Gel klebt zu stark, das andere hält nicht gut, das nächste sieht zu feucht aus, das nächste riecht nicht gut. Um also das geeignete Gel zu finden braucht es viel Zeit und Geduld. Hat man nun das Gel beginnt das nächste Problem. Die Haare sollen zwar ordentlich aussehen, aber doch eben nicht zu ordentlich. Da kann man nicht einfach drauf losgelen, das erfordert ausgesprochen viel Übung und Geschick. Und ebenfalls bedarf es auch der notwendigen Spiegelvorausetzungen. Zwar sieht man sich im Spiegel immer sehr schön von vorne und mit etwas Mühe auch teils von der Seite, aber der Kopf endet eben nicht an der Seite. Idealerweise hat man einen dreiteiligen Spiegel der einem in der richtigen Ausrichtung eine nahezu perfekte 360° Ansicht bietet. Sieht doch auch richtig doof aus wenn die Jungs vorne schön gegelt sind und nach hinten dann das Gel weniger wird oder die Matte hinten am Kopf einfach so hingepappt wurde.
Kurz, das ist alles andere als einfach.
Und macht man dann mittags ein Nickerchen stellt man fest, dass sich hinten nun alles etwas verschoben hat. Das Spielchen waschen, föhnen und gelen beginnt somit von Neuem. Eine sich täglich mehrfach wiederholende nervtötende Prozedur.

Zwar habe ich nun nicht die Antwort auf die Frage „wann der Mann denn nun genau ein Mann ist und wann nicht“ gegeben, aber zumindest konnte ich die ersten Stichpunkte festhalten, die mich gegebenenfalls in ein paar Jahren der endgültigen Beantwortung der Frage näher bringen.

Auch ne Pfeife kann flöten

Die Hitzewelle macht sich langsam bemerkbar. Bemerkbar macht sich auch ein funktionaler Zusammenhang zwischen steigender Temperatur und dem Auftreten geistiger Tiefflieger. Tief fliegen sie im Grunde nicht, sondern wohl eher viel zu nah an der Sonne, doch anders als Ikarus wollen sie einfach nicht ins Meer stürzen. Wir brauchen also mehr Meer.
Mittag erhielt ich die frohe Botschaft, dass meine Friseurin ein Router-Problem hat. Habe also zwei meiner Hunde ins Auto verfrachtet und bin zu ihren Eltern gefahren. Ihre Mutter kannte ich bereits vom letzten Problemchen. Eine sehr nette, bodenständige und sympathische Frau. Leider war ihr trotteliger Freund heute auch da.
Zumindest hielt ich ihn immer für etwas trottelig da ich ihn bereits von ein oder zwei gemeinsamen Abendessen kannte. Nun muss ich mich korrigieren, er ist nicht trottelig, sondern eher so eine Mischung aus nicht ernstzunehmender Flachpfeife und Prahlhans.
Faszinierend wie viel Unsinn so ein Würstchen innerhalb von 60 Minuten von sich geben kann. Jetzt muss ich mich aber doch glatt an der eigenen Nasen packen, denn Unsinn rede ich auch viel. Wo jetzt genau der Unterschied zwischen Unsinn und Unsinn ist kann ich leider nicht so genau sagen. Aber wenn ich Unsinn rede geschieht das meist aus unterhaltsamen Dialogen heraus, wohingegen seine Monologe zwar auch unsinnig waren, aber es fehlte so ein bisschen die unterhaltsame Komponente.
Ich weiß nun jedenfalls dass er ein Prachtkerl ist. Das herauszufinden hat mich aber ziemlich müde gemacht. War aber auch anstrengend meine Zunge zu hüten. Bin deshalb jetzt nach Hause gefahren und werde wohl aus Erschöpfung erst mal ein Schläfchen machen.

Da ich gestern auf Facebook einen weiteren Prachtkerl kennengelernt habe – seine Frau hat ihn mir als Freund vorgeschlagen weil er sich mit mir über etwas unterhalten wollte an dem wir gerade arbeiten (war natürlich alles falsch was wir machen) – frage ich mich nun ob ich auch ein Prachtkerl werden muss.
Mit dem Prahlen habe ich es eigentlich nicht so, aber Frauen scheint das entweder nicht zu stören oder finden es attraktiv. Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass deren Frauen vielleicht selbst nicht die – puh wie sag ich das jetzt ohne dass es böse klingt – „hellsten“ sind und ihnen der wohlformulierte Stuss schlicht als glaubwürdig vorkommt.
Wie dem auch sei. Muss ich ein Prachtkerl werden und prahlen, dann werde ich in logischer Konsequenz wohl auswandern müssen. Gibt ja noch 16 weitere Bundesländer in Deutschland (Österreich ist für mich auch ein Bundesland, deshalb sind es für mich insgesamt 17) und in einem werden ja die Leute hoffentlich noch normal sein.
Liegt die Akzeptanz des Prahlhans hingegen an der Einfälltigkeit der Damen, dann… ja… puh… auch dann werde ich wohl aus Bayern auswandern müssen, hält man ja sonst nicht aus hier. Wobei es auch an der sehr sehr sehr ländlichen Beschaffenheit der Bevölkerung liegen könnte, also könnte ich auch eine inländische Umsiedlung in Betracht ziehen, in der Hoffnung auf den urbanen Teil der Bevölkerung zu stoßen.
Ein äußerst prekäres Thema.

Einfach mal so – Zonk

"Männer sind vom Mars, Frauen sind von der Venus"
Hier bitte mal das Zonk-Geräusch abspielen. Mars und Venus sind ja beides Planeten in unserem Sonnensystem. Im Grunde sollte es sich um Paralleluniversen handeln. Quasi außerirdischer als Außerirdische.

Diese Woche ein „interessantes“ Video gefunden:

  • 1:25 „Natürlich kann der Papa ein Kleid und Lippenstift tragen“…. öhm….
  • 1:45 „Aber, wie kann ich dann sicher sein dass ich wirklich ein Junge bin“….
  • 1:50 „weiß ein Junge nicht mehr ob er wirklich ein Junge ist“….
  • 2:00 „ein Mädchen weiß nicht mehr ob es ein Mädchen ist“….

Ich will jetzt niemanden vor den Kopf stoßen, aber so ein Unsinn hab ich ja selten gehört. Wie kann sich der Junge sicher sein dass er ein Junge ist… na, soll er sich halt nackt vor den Spiegel stellen, zusammen mit einem Aufklärungsbüchlein sollte das Rätsel schnell gelüftet sein.
Und wieso man sich hartnäckig gegen die Gleichstellung der Homo-Ehe sträubt ist mir ohnehin ein Rätsel.

Das Geheimnis einer guten Ehe…

lässt sich in einem kurzen prägnanten Satz zusammenfassen:
Happy wife, happy life!

Und für diese Erkenntnis mussten Forscher  394 Paare in einer Studie durchleuchten? Da hätten die auch einfach mal mich fragen können, hätten viel Zeit gespart.

Zumindest haben die damit herausgefunden, dass sich Unzufriedenheit eher von Frau zu Mann, als von Mann zu Frau überträgt. Das liegt scheinbar daran, dass Männer nicht gerne reden, auch nicht wenn es ihnen mal schlecht geht – na da hätten die mit mir aber eine ganz schönen Ausreißer in ihrer Punktwolke gehabt.

Wer prüfen möchte, ob er sich ewig binden sollte, der findet bei der SZ noch ein paar interessante Grafiken.