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Ein unverbindliches Treffen

Einfach mal unverbindlich treffen. In meinem letzten Beitrag hatte ich ja diesbezüglich ernsthafte Bedenken. Kann sich ein durchtrainierter, athletischer, gut aussehender, sympathischer, zuvorkommender, intelligenter, wortgewandter, humorvoller, charmanter und vor allem bescheidener Mann Anfang 30 – der wesentlich jünger (und erwähnte ich attraktiv?) aussieht – wirklich so ganz unverbindlich mit einer College-Studentin Anfang 20 treffen. Ich befürchtete nein, das könnte in die Hose gehen. Andererseits bin ich sehr gut im unverbindlich sein. Bei Dates zum Beispiel. Scheinbar wirke ich dabei aber gleichzeitig auch so unbeholfen, dass Frauen sich dann beim 5., 6., 7. oder 8. Date ihrerseits nicht mehr anders zu helfen wissen, als sich irgendwann einfach auf mich zu stürzen. Der typische Anfang einer Beziehung eben.

 

Nun schnallt eure Dictionarys an, aber ich habe meine Zweifel überwunden und mich tatsächlich auf ein Treffen eingelassen. Wie lief’s also? Super. Sie hat mich auf 24 Jahre geschätzt! Besser hätte das doch gar nicht laufen können. Wobei noch jünger muss jetzt dann auch nicht mehr sein. Kurz, wir haben uns gut unterhalten und sind gegen Mitternacht vollkommen unverbindlich wieder heim. Wieso war ich also so besorgt wegen des Treffens, keine Ahnung, irgendwie dachte ich dass der Abend anders enden würde. Diese Frage stellte ich mir also am nächsten Morgen, während ich mir – für mich ganz allein – die doppelte Menge Kaffee zubereitete und, wie ich es auch immer mache, auf zweite Tassen verteilte – einmal mit Milch und einmal ohne Milch, ich kann mich halt nicht entscheiden – und dann über meine am Boden verstreuten Klamotten – ich werfe sie immer kreuz und quer durchs Zimmer bevor ich ins Bett gehe – auf den Balkon ging um alleine meine zwei Tassen Kaffee zu genießen.

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It’s all about Sex: Beziehung und Lustlosigkeit

Statista ist schon ne prima Plattform. Hier zum Beispiel:
„Was wäre für Sie ein Hinderungsgrund für eine Partnerschaft oder Beziehung? Wenn der- bzw. diejenige…?“.
Da habe doch tatsächlich Männer (66,8%) und Frauen (58,6%) einheitlich „…nicht attraktiv ist“ angegeben. Von wegen die inneren Werte zählen, dachte mir schon immer dass das nur Unsinn ist.
Lachen musste ich bei „…zurzeit arbeitslos ist“, da haben die Frauen doch glatt mit 53,7% und Männer nur mit 22,9% zugestimmt. Stellte sich mir die Frage, wieso scheint das Frauen häufiger abzuschrecken als Männer? Klischeemäßig würde ich jetzt sagen, na, weil Männer doch noch insgeheim irgendwie als Versorger angesehen werden – aber sage ich natürlich nicht.
Etwas traurig machte mich dann „Wie oft haben Sie durchschnittlich im Monat Sex?“, da konnte man als Minimum nur „1- bis 3-mal“ auswählen (0- bis 1-mal gab es nicht), womit ich als Proband nicht infrage gekommen wäre. Witzeln die Männer ja häufig, Sex gibts keinen, bin ja verheiratet. Da steckt natürlich oft ein Fünkchen Wahrheit dahinter. Liegt aber nicht an der Ehe per se, sondern an der Dauer einer Beziehung im Allgemeinen.
Je länger die Beziehung, desto weniger Bedeutung hat der Sex. Sex wird hier als Liebesbeweis angeführt, der in einer stabilen Beziehung nicht mehr erforderlich ist. Kurz, wer weniger Sex hat fühlt sich in seiner Beziehung sicher und geborgen. Häufiger Sex und eine stabile dauerhafte Beziehung schließen sich sogar gegenseitig aus.Ich habe mir schon oft gedacht, dass es eigentlich klasse wäre, wenn man Gefühle und Sexualleben trennen könnte. Sexualität ist nämlich etwas ganz schön primitives, im Ernst. Ja, zur Fortpflanzung brauchen wir das, aber auch wenn wir keine Kinder wollen spielt unsere Libido doch das ein oder andere Mal verrückt. Hat die Natur sicherlich gut mit uns gemeint, macht ja auch Spaß, aber irgendwie wird dadurch vieles oftmals viel komplizierter.

Wie etwa Beziehungen. Es wäre manchmal schön, wenn man hier Gefühle und Sexualität voneinander trennen könnte. Warum? Deswegen:
Ich esse gern Salat. Ich kann jeden Tag Salat essen. Und nach ein paar Monaten will ich natürlich immer noch was essen, aber hätte gern mal was anderes als ein Salat.

Das klingt jetzt ziemlich arschig, gebe ich zu. Trotzdem lebe ich natürlich immer brav eine monogame Beziehung, aber ich finde das eben nach einer Weile auch ganz schön anstrengend. Anders ausgedrückt, die Lust auf Sex lässt nach. Das Problem, auch wenn ich gern Sex mit anderen Frauen hätte, fände ich es nicht so toll wenn meine Partnerin Sex mit anderen Männern hätte. Was total verkorkst ist, muss ich zugeben. Warum möchte ich das nicht? Weil ich gelernt habe, dass es in einer Beziehung üblich ist sich treu zu bleiben und Sex auch ein Ausdruck von Liebe ist. Das wird uns zumindest so vermittelt. Rein objektiv betrachtet ist Sex für mich einfach nur ein Aktivität um seinen niederen Trieben nachzugeben und sich zu vergnügen, sicherlich hat es in einer Beziehung auch was mit Liebe zu tun, aber wenn beim Sex immer Liebe mit im Spiel wäre gäbe es keine Freudenhäuser.

Habe dazu vorhin im Internet einen interessanten Artikel über ein Buch namens „Die versteckte Lust der Frauen“ gefunden, demnach mehrheitlich Frauen ähnliche Probleme haben sollen.

Wir sind da in ein ganz schön merkwürdiges Denkmuster reingeboren worden. Eine Beziehung sollte nicht der Besitzanspruch auf die Libido des Partners sein. Klar, Sex gehört zu einer Beziehung dazu, es wäre aber besser wenn er sich nicht nur darauf beschränken würde.
Das klingt extrem freizügig, was ich allerdings nicht bin. Ein Widerspruch der mir ganz schön zu schaffen macht. Einerseits bin ich gerne in langfristigen Beziehungen, zumindest solange alles passt – was ich mir natürlich immer wünsche. Aber auf der anderen Seite war das auch immer ein beklemmendes Gefühl zu wissen, dass wenn diese Beziehung 50 Jahre hält, ich die nächsten 50 Jahre nur noch Sex mit dieser einen Frau haben werde. Und um diesen Widerspruch zu verstärken, werde natürlich auch ich eifersüchtig wenn meine Partnerin mit anderen Männern liebäugelt.

Manche schaffen es aber aus diesem Denkmuster auszubrechen, siehe Swinger. Vielleicht kommt daher auch der „flotter dreier“ Traum. Habe das nun schon des Öfteren von männlicher Seite vernommen, dass hieran ein Interesse besteht – natürlich mit einer weiteren Frau. Wenn man Umfragen glauben darf, gibt es hier auch Frauen mit ähnlichen Interesse, nur nicht zwingend mit einer weiteren Frau – was für manche Männer wiederum ein Problem darstellen könnte. In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten von uns sich nun aber schwer tun Sex und Liebe zu trennen, und daher zur Eifersucht neigen, könnte so ein Dreier dann jedoch das Ende einer Beziehung einläuten.

Klingt alles total kompliziert, dabei könnte alles so einfach sein.

It’s all about sex – also circa 3 Minuten

Wissenschaft ist toll, hier werden knallharte Fakten geschaffen. Letzte Woche bin ich bei der Süddeutschen über einen Artikel gestolpert, der allen Männern Mut machen sollte. Männer und Frau empfinden bereits eine Dauer von 3 Minuten als befriedigend. Wohlgemerkt, der reine Vollzug, etwaige Vorbereitungen und Aufwärmübungen nicht mit eingerechnet. Das sind doch tolle Nachrichten! Das ist ja sogar kürzer, als das Rauchen der Zigarette danach.

Ich habe mir dann, natürlich nur aus wissenschaftlichem Interesse, die ursprüngliche Quelle durchgelesen. Und sie sagt, wir leben in einer Welt voller Stereotype, die fernab der Realität liegt. Stundenlanges wälzen im Bett und eine enorme Ausstattung? Alles nur Wunschdenken. Aber schön, dass verschieden Autoren von Literatur und Drehbüchern hier natürlich immer schön den Finger in die Wunde legen und richtig tief reinbohren.
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It’s all about sex

Ok, offiziell kommt nur der Frühling, aber irgendwie läuft es auf das Gleiche raus. Gerade habe ich gelesen, dass Männer im Frühling und Sommer mehr Testosteron produzieren und wir uns dadurch wohler fühlen würden. Wirklich? .. Ernsthaft? … Muss das sein? Och nö.

Mein Körper fängt an größere Mengen Sexualhormone zu produzieren und ich habe keine Sex. Sind ja super Aussichten für die nächsten Monate. Vielleicht sollte ich einen Urlaub in Erwägung ziehen, mal gucken wo es derzeit richtig schön kalt, trist und deprimierend ist.

Ein Bekannter hat damit wohl weniger Probleme, er ist der Meinung, ich zitiere: „Wer denkt Sex sei besser als Masturbation, der hat noch nie in seinem Leben richtig masturbiert.“. Puh, ja, hmmm, was soll man dazu noch groß sagen, außer vielleicht: einer von uns macht da was verkehrt. Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen, wer von uns beiden hier was oder warum verkehrt macht. Ich habe einen Verdacht, den ich aber nicht äußern möchte ohne ihn mit Belegen zu untermauern. Und darauf bin ich jetzt nicht sonderlich scharf.

Google sagt, Lakritze senkt den Testosteron-Haushalt. Lakritze ist für mich wie Red Bull Cola. Es schmeckt komisch, man weiß nicht so recht ob man es mag, deshalb probiert man es immer wieder – eine Art Hassliebe. Zweiter Vorschlag, Alkohol. Very nice! Aber von Alkohol lasse ich die Finger, denn er bringt meine dunkle Seite hervor. Alkohol offenbart mein wahres Gesicht, eins, für das ich mich schäme. Denn wenn ich Alkohol trinke, dann werde ich furchtbar lustig und will immer Party machen. Das ist ganz schlimm mit mir. Das fand auch meine Frau, deshalb trinke ich nur sehr selten und auch dann nur unter Laborbedingungen – also zu Hause.

Jetzt wird mir aber klar, warum es immer heißt, dass Männer ständig an Sex denken würden. Ist ja klar, wenn die Natur, was auch immer sie sich dabei gedacht haben mag, mich für ein halbes Jahr mit Sexualhormonen förmlich vollstopft – an was soll ich denn dann sonst denken. Hier steht, Männer denken durchschnittlich 34 Mal pro Tag an Sex. Leider steht nicht dabei, ob diese Studie in den traurigen Wintermonaten oder den brünstigen Sommermonaten stattfand. Kann man eigentlich nur hoffen, dass es im Winter war. Ich mag mir nicht vorstellen welche exponentielle Steigerung bei einem übersteuertem Hormonhaushalt stattfinden würde. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Teilnehmer dieser Studie Single waren. Ich wäre ja lebensmüde, wenn ich mit einem „Ich-denke-gerade-an-Sex“-Zähler herumlaufen würde, den ich immer drücken muss, wenn ich an Sex denke und zuhause meine Frau auf mich wartet. Ich gehe morgens mit „1“ aus dem Haus und komme abends mit „25“ zurück – dieser Person wünsche ich viel Spaß dabei, diesen Sachverhalt plausibel zu erklären.