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Ein ganz normaler Samstag

Panik am frühen Morgen, finde meine Sportschuhe nicht. Hektik, Chaos, wollte doch ins Fitnessstudio. Fitnessstudio, oh Mist, da könnte ich sie vergessen haben. Verflucht, hatten doch erst ein paar Jahre auf dem Buckel, noch viel zu früh um durch ein neues Paar ersetzt zu werden – vor allem wieder 40 Euro ausgeben… boah ne. Mensch was hab ich mich doch dann gefreut als ich sie im Gefrierschrank gefunden habe. Wie ein Geschenk das man sich selbst gemacht hat oder ein Wiedersehen mit jemanden den man schrecklich vermisst hat.
Um herauszufinden wie viel Schritte ich nun am Tag gehe, habe ich heute anfangen meine Schritte zu zählen. Also raus aus der Wohnungstür und dann schön 1.. 2.. 3..  das Ergebnis, so ungefähr 75 – die genau Zahl hab ich  vergessen, war aber irgendwas zwischen 70 und 80 – auf dem Gehweg war ich dann aber kurz abgelenkt und hab dann auch vergessen weiterzuzählen. Also eigentlich waren es dann wohl mehr als 75, bin ja sechs Mal durchs Treppenhaus gelatscht, hat schon was wenn man den Aufzug boykottiert. Vermerke also 6 x 75 Schritte + 2,2 Kilometer (per Pedes vom Fitnessstudio heim) + 45 Minuten die ich so gegangen bin = …. 42? 42 ist ja bekanntlich die Antwort auf alles – wird nur häufig missverstanden wen man das Alter von Mitte 20-jährigen schätzen soll.

Das bringt mich zur Frage, liegt die Unfähigkeit auf einem Smartphone zu tippen an mir als Person, am Smartphone oder an meinem Alter. Mir fehlt da ja so ein bisschen das Feedback, die Haptik, einfach die Tasten. Will ich ein „E“ wie Emil, dann tippe ich ein „R“ wie Roland (und obwohl ich Glücksrad nie mochte war das doch eigentlich immer ganz witzig), das „O“ wird zu „P“ usw. Also schön auf Löschen und das gleiche Spielchen erneut, R statt E und P statt O, also wieder Löschen und beim vierten Anlauf klappt das dann meistens doch noch, ich sag dann, ja warum nicht gleich so du blödes Smartphone, und ganz ehrlich, das finde ich so anstrengend dass ich lieber telefoniere oder meinen PC einschalte um wenigstens eine vernünftige Tastatur zur Verfügung zu haben. Hatte dann aber mal das Vergnügen meiner Kollegin beim Schreiben zuzusehen: Buchstabe, Buchstabe, Vorschlag des Handys, Buchstabe, Buchstabe, Vorschlag des Handys – richtig zackig ging das. Sollte wohl mal üben diese Autokorrektur zu verwenden, doch mir widerstrebt der Gedanke mich von einem Smartphone bevormunden zu lassen – beeindruckt und gleichzeitig fasziniert war ich allerdings schon.

Dies und das

1. Glitschphones

Mein Smartphone ist total schick. Beidseitig glänzend schwarz. Deshalb fällt es mir auch oft schwer die Vorderseite ausfindig zu machen. Morgens besonders schlimm. Da dreh und wende ich das Ding, finde aber diese verflixte Taste für die Tastensperre nicht. Die Kompatibilität meines Smartphones mit der Hosentasche meiner Jogginghose lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Entweder ist die Hosentasche zu klein oder das Smartphone zu groß, ich weiß es nicht, jedes verfl***te Mal wenn ich mich hinsetze fliegt das Smartphone auf den Boden. Vielleicht fehlt auch einfach nur der Grip, denn mein Smartphone fällt immer zu Boden. Es gleitet – es gleitet aus den Händen, vom Nachttisch, vom Bett – egal wo, vermutlich könnte ich es auf den Boden legen und es würde nur zum Trotz kurz aufspringen, um sich im Anschluss noch mal richtig schön fallen zu lassen. Ich vermisse mein Nokia 3310.

2. Leichtes Übergewicht

Man sollte den BMI löschen. Ganz, vollständig. Einfach vergessen und nie wieder darauf zurückkommen. Seit dem Erwachsenenalter bin ich immer an der Grenze zu „leichtes Übergewicht“. Nun habe ich diese Grenze überschritten und habe „leichtes Übergewicht“….. not. Kann tatsächlich nur die Spiegelmethode empfehlen. Gibt sehr viele gute Referenzbilder – natürlich unterschiedliche für Männlein und Weiblein – die eine wesentlich bessere Auskunft über den Körperfettanteil geben.

3. Schnee

Kalt, ich friere, mein Rücken schmerzt. Ich mag kein Winter. Ich hasse Schnee. Sollte mal eine ergonomische Schneeschaufel kaufen… mein Rücken. Viele finden das Schneeräumen toll, sportliche Betätigung und so. Es ist nicht toll, es ist ungesund. Genau wie Gartenarbeit. Im Fitnessstudio achte ich fünf Tage pro Woche darauf, eine gesunde Körperhaltung einzunehmen, um mich nicht zu verletzen. Dann muss ich irgendwas im Haus oder Garten machen, und zackdibumms… Aber wenn das alle so toll finden, sollte ich vielleicht so eine Art Sportcamp eröffnen. Löcher Buddeln, Löcher zuschütten, Äste schneiden, Schnee räumen und und und.

4. Zwillingsbruder

Wurde nun erneut gefragt ob wir Zwillinge sind. Also ich und mein jüngerer Bruder. Nein. Wer sei denn der Ältere. Sagte einfach mal raten. Waren sich unschlüssig. Bin entweder junggeblieben oder er extrem schnell gealtert. Die 6 Jahre Unterschied fallen zumindest nicht weiter auf.

1.6 Mio neue Singles auf dem Markt und ein bisschen ballaballa ist das schon alles

Die Sexbörse „Adult Friend Finder“ wurde gehackt! Als hier Anfang April die ersten Gerüchte im Internet kursierten haben bestimmt etliche User ganz schön Muffensausen bekommen. Wenn, wie bei Tinder, 42% aller Nutzer bereits liiert sind und man diese Zahl mal überträgt, da kommt bei 3.9 Millionen registrierter Nutzer ganz schön was zusammen. 1.6 Millionen Erwachsene in Alarmbereitschaft versetzt, panisch nach ihrem Namen im Web suchend, begeben sich in die entlegensten und düsternsten Abgründe des Internets, um herauszufinden ob und wo eine solche Liste offengelegt wurde.
In weiser Voraussicht werden Blumenläden gestürmt, Pralinenschachteln gehortet und die preisgünstigsten Juwelen ausgewählt, ein zusätzlicher Valentinstag, die Geliebte ganz spontan und einfach so überrascht.

Interessant wäre es schon mal zu wissen, was sich da für Leute anmelden und wie das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist. Aber dazu kommen sicherlich mal ein paar Studien raus, dann bin ich schlauer und meine Neugierde wird gestillt.

Scheint ja ein richtiger Trend zu werden, online Smartphone Dating Finder Schlagmichtot Apps. Habe nun erstmals von „Bumble“ gehört. Verhält sich wie Tinder, allerdings können hier nur Frauen die Kontaktaufnahme starten. Soll auch viel besser funktionieren, da wesentlich mehr Profildaten abgefragt und verglichen werden.

Ist doch super. Profilfoto, doof, kein Studium, doof, zu wenig Gehalt, doof, blöde Interessen, doof. Hey, das spart Zeit. Quasi wie lineare Optimierung, maximiere die „Attraktivität“ deines Partner. Wenn man jetzt die Guten nicht selbst in Töpfen werfen müsste wäre das natürlich perfekt.
So kommt man dann wenigstens nicht in Verlegenheit jemanden kennenzulernen, den man dann gern näher kennenlernen möchte, der aber mal so gar nicht ins Raster passt. Aus einer peinlichen Nummer schon mal rausgekommen, bevor man überhaupt reingeraten ist.

Freue mich schon auf weitere Innovationen. Wie wäre eine Dating App, die einen 3D-Scan von mir macht, mein Gehirn ausliest und unter Abgleich meines online Kalenders und meiner gesundheitlichen Verfassung, mir basierend darauf eine virtuelle Nachricht schickt, wann ich mich wo mit wem treffen werde.

Hab zwar mal was von „sich riechen können“ gehört, aber da auch an der Digitalisierung von Gerüchen geforscht wird, sollte auch das bald kein Problem mehr darstellen.