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Gutenachtgedanken

Döner für 2.50 Euro. Wie kann Döner so billig sein? Mmmh, Döner. Nur 5 Minuten mit der Tram und ich bekäme einen leckeren Gemüsedöner. Ob der noch offen hat? Ich glaube ja nicht. Halt, mein Nachbar ist ein Döner. Aber trage schon meinen Pyjama. Pyjama-Party wäre nach meiner Definition dass alle nur ihre Retroshorts tragen – was auf eine peinliche Weise total witzig wäre. Mein anderer Nachbar trägt immer eine Badehose wenn er nackt auf dem Balkon raucht. Hat zwar nicht die Figur für obenohne, aber zumindest traue ich mich nun dank ihm ebenfalls obenohne auf den Balkon, obwohl ich eine obenohne Figur habe. Darüber freuen sich scheinbar die Huhu-Girls. Die Huhu-Girls kenne ich nicht, aber das ist mein Sammelbegriff für junge und einfach nur Frauen die „huhu“ hoch zu mir rufen. Ich dachte erst sie meinen „Uhu“, denn nebenan auf dem Balkon saß ein Großstadtpapagei, der entpuppte sich aber leider als Rabe, Krähe oder Elster. Was aber egal ist, auf den Balkon hat er mir so oder so gekackt. Es ist 00:25 Uhr, ein Pärchen knutscht wild an der Tram-Haltestelle, vermutlich erreichen sie bald die dritte Base oder die Erste oder die Zweite. Vielleicht trennen sie sich auch gerade. Eine Laterne weiter tanzt eine Brünette in Hotpants lasziv zu imaginärer Musik. Könnte allerdings auch ein Kerl sein. Das finde ich verwirrend. Die Blondine auf dem Fußgänger weg ist jedoch sicher eine Frau. Etwas kurz der Rock. Wirklich sehr kurz der Rock. Wurde vielleicht in den Rock hineingeboren. Das täte mir Leid. Ist wie mit der Familie, da wird man auch hineingeboren, nur ist die Familie kein Rock. Und in die Staatsbürgerschaft, da wird man auch hineingeboren. Und in die Kirche. Hier kann man aber ein- und austreten. Was allerdings ganz schön aufwendig ist.

Projekt Berlin: 1/70 Wochen geschafft

Sehr schön, die erste Woche neigt sich dem Ende entgegen. Sind dann ja nur noch 69 Wochen in denen ich mir überlegen muss, bleib ich hier oder geht’s wieder in die Heimat. In der Hinsicht bin ich wie eine Qualle:

… sie können ziemlich schnell schwimmen … Meistens lassen sie sich aber nur von der Strömung treiben. Und dabei sehen sie wunderschön aus.
Quelle: BR-Online

Ich lasse mich treiben und sehe dabei wunderschön aus. Was mich von der Qualle diesbezüglich unterscheidet, auch wenn ich mich nicht treiben lasse sehe ich super aus – aber das ist jetzt auch keine große Überraschung.

Aufgabe für die nächsten Wochen: Anschluss finden  – ich meine natürlich Menschen und nicht HDMI-Anschluss (den hab ich schon gefunden) oder sonstige Anschlüsse.

Boah Titel, keine Ahnung

Werde langsam alt. Gestern klingelte der Smartphone-Wecker, dachte mir „Verf*** Sch***, muss ich jetzt echt in die Arbeit, ist doch Samstag.“. Smartphone sagt aber dass es Freitag 17:59 Uhr ist. Das hat mich erst recht verwirrt, klingelt das Teil nicht eigentlich um 6:15 Uhr. Hat ein Weilchen gedauert bis ich realisiert habe, dass ich am Nachmittag ein Mittagsschläfchen eingeschoben habe – wieso muss es um 18 Uhr auch genauso dunkel sein wie um 6 Uhr morgens, kennt sich doch keine Sau mehr aus.
Passiert mir auch hier im Blog. Frage mich dann, was habe ich geschrieben, was wollte ich schreiben, was habe ich angefangen aber dann aufgegeben (47 Entwürfe) und was habe ich nur in Gedanken formuliert. Echt knifflig. Wie im richtigen Leben, deshalb passiert es auch, dass ich mich gelegentlich, aber wenn dann sehr häufig, wiederhole. Besonders ausgeprägt, wenn ich mich in einem Tunnel befinde, also sehr intensiv mit etwas in Gedanken beschäftigt bin – entweder Zombie oder Papagei.
Hat der Zombie eigentlich erwähnt, dass Pärchen, die 3-4 Mal pro Woche Sex haben, angeblich glücklicher sind als Pärchen, deren Häufigkeit nur bei 1-2 Mal pro Woche liegt? Hat mich gewundert, denn die andere Studie zeigte, dass Sex in einer glücklichen Beziehung mit der Zeit an Bedeutung verliert. Wie lange diese Pärchen bereits zusammen waren wurde natürlich nicht erwähnt. Und auch nicht, ob die sexuelle Interaktion nur mit dem Partner stattfand oder aber, ob sich die 3 – 4 Mal auf verschiedene Liebschaften verteilten.

Hilfe, die Schwiegerfamilie ist los!

Es ist Samstagnachmittag und ich statte meiner Schwiegermutter einen Besuch ab. Meine Frau bleibt zu Hause, denn ihr liegen Kuchennachmittage nicht so. Mir persönlich eigentlich auch nicht, aber einer muss den familiären Verpflichtungen nachkommen und zumindest ich bringe hierfür die nötige Geduld mit.

Bei Schwiegermutti angekommen erzählt sie mir, dass sie heute auf dem Balkon einer Hummel das Leben gerettet hat. Ich frage sie, wie sie denn das geschafft hätte. Die Hummel trieb hilflos auf offener See in einem, mit Wasser angestauten, Untertopf, beherzt zwickte Schwiegermutter dann ein Blatt von einer Pflanze ab und rette die Hummeln aus ihrer Not. Ich sage das ist prima, aber die Geschichte geht ja noch weiter. Die Hummel weiß nämlich dass meine Schwiegermutti sie gerettet hat und fliegt ihr schon seit heute Vormittag aus Dankbarkeit hinterher. Ich wittere eine Story für Bild und frage wo die Hummel denn nun sei. Draußen im Garten und immer wenn sie in den Garten geht fliegt die Hummel wieder zu ihr hin. Jetzt bin ich skeptisch und frage, wie sie denn die Hummel erkennen würde. Na, weil sie doch im Garten zu ihr hinfliegt – logisch, da hätte ich doch eigentlich selbst drauf kommen können.
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